Das Aufkommen und die Anwendung von
automatische Geräte
Die Anfänge der Automatisierungstechnik reichen vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre. 1788 erfand der britische Mechaniker J. Watt den Fliehkraftregler (auch bekannt als Kugelumlaufregler) und verband ihn mit dem Ventil einer Dampfmaschine, um ein geschlossenes automatisches Regelsystem für die Drehzahl der Dampfmaschine zu schaffen. Watts Erfindung leitete eine neue Ära in der Anwendung moderner automatischer Regelgeräte ein und hatte einen bedeutenden Einfluss auf die erste industrielle Revolution und die spätere Entwicklung der Regelungstechnik. Man begann, automatische Regelgeräte zur Bewältigung der in der industriellen Produktion auftretenden Regelungsprobleme einzusetzen. Diese Regler sind Geräte, die einen vorgegebenen Wert verfolgen, um bestimmte physikalische Größen auf einem bestimmten Wert zu halten. Die Anwendung automatischer Regler markiert den Beginn einer neuen historischen Periode der Automatisierungstechnik. Nach Beginn des 20. Jahrhunderts fanden verschiedene automatische Regelgeräte weite Verbreitung in der industriellen Produktion, was die Forschung zur Analyse und Synthese von Regelsystemen förderte. Obwohl die Struktur der Rückkopplungsregelung in dieser Zeit in automatischen Reglern weit verbreitet war, begannen die theoretischen Forschungen zum Prinzip der Rückkopplungsregelung erst in den 1920er Jahren. Bereits 1833 schlug der britische Mathematiker C. Babbage im Rahmen der Entwicklung der Analysemaschine das Prinzip der Programmsteuerung vor. 1939 wurden weltweit die ersten spezialisierten Forschungsinstitute für System- und Regelungstechnik gegründet, die die theoretischen und organisatorischen Grundlagen für die Entstehung der klassischen Regelungstechnik und die Entwicklung der lokalen Automatisierung in den 1940er Jahren schufen.